Haustiere / Heimtiere

Der Mensch hat sich bestimmte Tierarten – ursprünglich Wildtiere – domestiziert, um von Ihnen einen Nutzen zu haben. Im eigentlichen Sinnen sollten diese Tiere als Nutztiere dem Menschen dienlich sein, einige haben sich jedoch zu Haustieren weiterentwickelt. Haustiere im eigentlichen Sinne sind auch als Nutztiere anzusehen, hier möchten wir uns aber mit den so genannten „Heimtieren“ beschäftigen. Das sind Tiere, die dem Menschen nicht nur nützlich sind, sondern ihm in erster Linie Freude bereiten und ihn begleiten. In Europa gibt es klare Favoriten bei den Haustieren: Hund, Katze, Vögel, Fische, Reptilien, Reitpferde und Nager wie Kaninchen, Hamster und Meerschweinchen sind die beliebtesten Tiere.

Der Hund – das beliebteste Haustier

Als beliebtestes Haustier hat sich der Mensch ausgerechnet den Hund ausgesucht – ein Raubtier, das vom Wolfe abstammt. Diese Tiere wurden vermutlich bereits vir 135.000 Jahren domestiziert, um bei der Jagd behilflich zu sein. Dadurch, dass der Wolf/Hund ein ähnlich ausgeprägtes Rudel- und Sozialverhalten wie der Mensch hat, ist er wohl recht bald mehr als nur ein reines Nutztier gewesen, ein Mitglied des Rudels / der Familie, mit Beschützerinstinkt. Durch die Jahrhunderte lange Hundehaltung hat sich dies verstärkt, und so ist der Hund dem Menschen meist stärker zugetan als seinen eigenen Artgenossen. Und er hat sich zum besten Freund des Menschen entwickelt – denn Hunde sind Tiere, die „ihrem Menschen“ alles verzeihen.   

kulturelle Unterschiede

Während der Hund auf vielen Kontinenten und in den verschiedensten Kulturen das beliebteste Haustier ist, können einige Kulturen dies nicht nachvollziehen. Im asiatischen Bereich wird er als Nahrungsmittel angesehen, und in islamisch geprägten Ländern gilt er als unrein – hier würde man nie auf die Idee kommen, sich einen Hund zu halten. Ähnlich verhält es sich bei den Meerschweinchen: In Deutschland sind diese Tiere in vielen Kinderzimmern zu finden, in Peru gelten sie als wichtiger Fleischlieferant.